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Zurzeit gibt es in Deutschland etwa 300 Einrichtungen, die Wild- und Haustiere in Gefangenschaft halten. Die Zoobefürworter behaupten, dass eine Arterhaltung ohne zoologische »Gärten« nicht möglich sei. Doch Wildtiere und ihr natürlicher Lebensraum gehören untrennbar zusammen. Die natürlichen Lebensbedingungen können in Gefangenschaft weder in ihrer Vielfalt noch in ihrer Bedeutung nachgeahmt werden. Der »künstliche« Lebensraum eines Zoos muss dem Wildtier eine verhaltensgerechte Unterbringung, eine artgemäße Pflege und Ernährung und das Ausleben arteigener Verhaltensweisen ermöglichen. Diese Grundvoraussetzungen für das Wohlbefinden der Tiere können in Gefangenschaftshaltungen, wenn überhaupt, nur sehr reduziert erfüllt werden. Verhaltensstörungen, die Ausdruck erheblicher Leiden sind, treten häufig auf.
Die Gefangenschaftshaltungen in Zoos werden in der Öffentlichkeit zum Teil noch akzeptiert. Doch das Abstellen der Wildtiere im »Parkplatz Zoo« und ihre Zurschaustellung bedeuten bei dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und unter Berücksichtigung einer aus ethischen Gründen gebotenen Güterabwägung eine Missachtung der Schmerz- und Leidensfähigkeit der Tiere und eine Missachtung ihrer Würde.
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