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Tierversuche werden Jahr für Jahr mit öffentlichen Geldern in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro gefördert. In die tierversuchsfreie Forschung investiert die Bundesregierung dagegen nur Bruchteile dieser Summe. Wir wollen dies ändern und brauchen Ihre Mithilfe! Lesen Sie weiter - dann erfahren Sie mehr zu diesem Thema und was Sie tun können.
Tierversuche ohne Ende?Der Tierschutz steht jetzt zwar im Grundgesetz, doch die Tierversuche steigen an. Allein im Jahr 2001 wurden mehr als zwei Millionen Tiere in deutschen Laboren getötet. Einer der Gründe dafür ist, dass die tierversuchsfreie Forschung völlig ungenügend gefördert wird.
Ungleiche VoraussetzungenEine exakte Gesamtübersicht über die Höhe der finanziellen Zuschüsse für Tierversuche aus staatlichen Einrichtungen gibt es nicht. Die folgenden Beispiele vermitteln aber einen Eindruck von den Dimensionen, mit denen die Tierversuchsforschung finanziert wird:
 |  |  | Im Dezember 2002 erhielt die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig 25 Millionen Euro vom BMBF* für die Impfstoffforschung.
|  | Aus Mitteln der Europäischen Union erhielten deutsche und andere europäische Forschergruppen 2002 mehr als 12 Millionen Euro für die »Charakterisierung genetisch veränderter Mäuse«.
|  | Den Bau des Zentrums für experimentelle Molekulare Medizin der Universität Würzburg zur Genforschung an Mäusen finanzierten das BMBF*, das bayerische Wissenschaftsministerium und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (die von Bund und Ländern getragen wird) 2001 mit 30 Millionen Euro. |
Die tierversuchsfreie Forschung dagegen wird derzeit mit lediglich etwa vier Millionen Euro pro Jahr staatlich unterstützt. Bei diesen ungleichen Voraussetzungen wundert es kaum, wenn dieser Zweig der Forschung bislang ein Schattendasein führt.
Problem
Tierversuch
Neues Mittel gegen Krebs erfolgreich getestet! AIDS-Kranke können hoffen! Durchbruch bei Parkinson-Forschung! Mit solchen Schlagzeilen werden bei Patienten Hoffnungen geweckt. Doch noch immer stirbt etwa die Hälfte aller Deutschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein Viertel an Krebs. Allergien, Rheuma, Diabetes und Demenz-Erkrankungen nehmen zu - trotz Jahrzehnten voll unzähliger Tierexperimente. Dies liegt u. a. daran, dass die Objekte der Forschung Tiere sind, die oft anders reagieren als Menschen. Die Ergebnisse aus Tierversuchen sagen nur etwas über die verwendeten Tiere aus. Die Reaktionen zum Beispiel auf Gifte oder Medikamente sind schon zwischen verschiedenen Tierarten und auch zwischen Tier und Mensch häufig sehr unterschiedlich. Daher sind Experimente an Tieren keine geeignete Methode, um Krankheiten des Menschen zu erforschen und zu heilen.
Lösung:
Tierversuchsfreie Verfahren
Zu den tierversuchsfreien Verfahren zählen die so genannten In-vitro-Methoden. Das sind Untersuchungssysteme, welche im Reagenzglas durchgeführt werden und entsprechend ohne lebende Tiere auskommen. Diese liefern im Gegensatz zum Tierversuch nicht nur zuverlässige, gut reproduzierbare und eindeutige Ergebnisse, sie sind zudem auch aussagekräftiger, billiger und schneller als die entsprechenden Tests am lebenden Tier. Mit einer angemessenen ideellen und finanziellen Unterstützung sowie einer beschleunigten behördlichen Anerkennung ließen sich wirkliche Fortschritte in der Medizin und im Tierschutz erzielen.
Was ist notwendig?
 |  |  | Die Bundesregierung muss die staatliche Förderung durch Umverteilung der Gelder deutlich erhöhen.
|  | Die Wissenschaftler sind gefordert, verstärkt tierversuchsfreie Methoden zu entwickeln und einzusetzen.
|  | Bürgerinnen und Bürger sind zur Unterstützung der Kampagne aufgerufen. Lesen Sie auf der Rückseite, was Sie tun können. |
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