 |
 |
Nicht-menschliche Primaten sind intelligente und empfindsame Lebewesen. Sie leben in komplexen Sozialstrukturen, interagieren mit ihrer Umwelt in dynamischer und komplexer Weise und sind zu theoretischen Problemlösungen fähig. Sie können sowohl negative (z.B. Angst, Sorge, Frustration, Langeweile und seelischer Stress) als auch positive Gefühle (z.B. Interesse, Freude, Vergnügen und Aufregung) empfinden. Damit sind sie uns Menschen hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Empfindungen besonders ähnlich.
In den Laboren der Welt werden Zigtausende dieser agilen und sozialen Tiere gehalten, sehr oft einzeln in winzigen, kahlen Metallkäfigen. Allein die Haltungs-bedingungen sind für die Affen eine Qual. Hinzu kommen Stress, Angst, Leid und Schmerz bei Transport und Handling und sowie den Experimenten selbst. Schließlich werden die meisten von ihnen getötet.
Siebenundzwanzig Tierschutz- und Tierrechtsverbände aus elf Ländern sowie drei länderübergreifende Organisationen wollen verhindern, dass unsere nächsten Verwandten weiterhin in grausamen und unnötigen Experimenten missbraucht werden und fordern in einer Resolution ein Ende aller Affenversuche. Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. ist eine von ihnen. Die Tierschützer waren auf dem fünften Weltkongress für Alternativen zum Tierversuch, der vom 21.-25. August 2005 in Berlin stattfand, zusammen-gekommen. Der gemeinsame Beschluss wurde auch von Primatenforscherin Dr. Jane Goodall sowie zahlreichen Einzelpersonen unterzeichnet.
Text der Resolution: »Die auf dem fünften Weltkongress für Alternativen zum Tierversuch in Berlin 2005 vertretenen Tierschutz-organisationen haben sich zusammengeschlossen, um ein Ende der Verwendung von nicht-menschlichen Primaten in der biomedizinischen Forschung und Substanztestung zu fordern. Wir bitten Regierungen, Gesetzgeber, Industrie, Wissenschaftler und Forschungsförderer eindringlich, die Notwendigkeit Primatenversuche zu beenden, als legitimes und essentielles Ziel zu akzeptieren, die Erreichung dieses Ziel mit hoher Priorität zu verfolgen und zusammen-zuarbeiten, um dieses Ziel schnellstens voranzubringen. Insbesondere sind wir der Ansicht, dass umgehend international koordinierte Anstrengungen unternommen werden müssen, um eine Strategie zu erarbeiten, die einen Schlussstrich unter alle Experimente an nicht-menschlichen Primaten ziehen wird.«
Auf dem Weltkongress in Berlin trafen sich Vertreter von 27 Tierschutz- und Tierrechtsverbänden aus aller Welt.
Elf Länder waren vertreten: Brasilien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Italien, Kanada, Niederlande, Polen, Tschechische Republik, USA sowie drei länderübergreifende, internationale Organisationen.
|
 |
 |