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22. Mai 2024: Blockade des Tierschutzgesetzes beenden!

Heute wurde bekannt, dass das Tierschutzgesetz heute doch nicht wie geplant im Bundeskabinett beschlossen wird. Der Punkt wurde von der Tagesordnung genommen. Den Aufschub der Kabinettsentscheidung zur Novelle des Tierschutzgesetzes kommentiert Christina Ledermann, Vorsitzende vom Bundesverband Menschen für Tierrechte:

„Seit heute wissen wir, dass die unsägliche Hängepartie der Tierschutzgesetz-Novelle weitergeht. Doch wir brauchen das Gegenteil: Der Tierschutz muss auf die Agenda. Die Bürger:innen wollen mehr Tierschutz und es ist überfällig, das ungenügende Tierschutzgesetz so zu überarbeiten, damit es dem Staatsziel Tierschutz endlich gerecht wird. Außerdem müssen wir die Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe beenden, um die globalen Krisen (Klimakrise, Artensterben, Überschreiten der planetaren Grenzen) lösen zu können. Deswegen rufen wir Bundeskanzler Olaf Scholz auf, die Blockade innerhalb der Bundesregierung möglichst schnell aufzulösen, damit das parlamentarische Verfahren starten kann. Bisher wurde der ursprüngliche Entwurf auf Druck von Wissenschaftsverbänden, Hundezüchter:innen und Agrarlobby immer weiter verschlechtert. Der Aufschub sollte jetzt für das Gegenteil genutzt werden, nämlich dazu, das Gesetz im Sinne der Tiere zu verbessern!“

Hier lesen Sie den Offenen Brief des Bündnisses für Tierschutzpolitik als PDF. In diesem machen die Tierschutzorganisationen auf entscheidende Änderungsbedarfe im TierSchG aufmerksam.

Auch die Bundestierschutzbeauftragte Ariane Kari empfiehlt der Bundesregierung Nachbesserungen im aktuellen Entwurf zur Novellierung des Tierschutzgesetzes (PDF).


Pressestelle Menschen für Tierrechte:
Christina Ledermann
Mobil: 0179/450 46 80
E-Mail: ledermann@tierrechte.de


Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Severinusstr. 52, 53909 Zülpich
Tel: 02252/830 12 10
www.tierrechte.de
www.ausstieg-aus-der-tierhaltung.de
www.invitrojobs.de
www.satis-tierrechte.de
www.stadttauben.de


Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Ernährungs- und Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Mit dem Projekt Ausstieg aus der Tierhaltung zeigt er Landwirt:innen Alternativen auf, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Ersatzverfahren bzw. Replace des Jahres“ sowie das: „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Außerdem unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt mehrmals im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.